Warum Vollcarbon? |
Günter Lorch: “Vollcarbonboards sind steifer und vor allem leichter als normale Glas-Sandwichboards. Und es ist ein offenes Geheimnis, dass leichtere Boards einfach besser angleiten und beschleunigen... |
Warum muss man entlüften? |
Weil Sandwichboards Lufteinschlüsse haben, die bei Hitze oder Druckunterschieden sich ausdehnen und dann evtl. Blasen unterm Laminat werfen könnten. Nimm mal eine zugeschraubte Plastikflasche mit in den Flieger und schau sie Dir dann auf 10000m an. Oder beobachte eine solche Flasche bei 20 Grad im Raum und 0 Grad draußen... Aber vergiss nie, die Schraube auf dem Wasser wieder fest zuzumachen;) |
Lacke für die Lorch-Boards |
Die Boards werden mit Pantone-Farben lackiert, sonst würden wir z.B. den metallischen Silberton gar nicht hinbekommen. Es gibt also keinen exakten RAL-Lack, aber RAL 9006 kommt dem Silber der Silver-Line recht nahe. Das Weiß der Boards lässt sich mit RAL 9003, Signalweiß (matt) wiederherstellen. |
Die Mastspurposition bei modernen Boards |
Die Mastspuren der Serienboards haben einen maximalen Verstellbereich von 12 bzw 19 cm. Bei einem größeren Board mit einem größeren Einsatzbereich wie z.B. unserem Silver Glider, der mit Segeln zwischen 5 und 8 qm funktioniert, haben wir uns für eine längere Mastspur entschieden, d.h. es existiert ein effektiver Verstellbereich von ca. 19cm.
Wie findet man die ideale Mastfußposition?
Die ideale Position der Mastspur ist von mehreren Faktoren abhängig.
Ein weiterer wesentlicher Faktor ist die Körpergröße des Surfers: Kleinere Leute fahren die Mastspur in der Regel immer 2-3 cm weiter hinten als größere Surfer.
Wodurch kann man feststellen, ob die Mastspur korrekt eingestellt ist? “Ich merke ganz schnell, ob der Mastfuß zu weit hinten sitzt!”, so Günter Lorch. “Die Nase wird zu frei und das Board beginnt zu tänzeln. Du kriegst das Segel nicht mehr richtig aufs Board aufgelegt bzw. dichtgeholt.” |
Glider L und Breeze S |
Die beiden Bestseller unterscheiden sich doch deutlich. Der Glider gleitet früh und zeigt sich dann als echter Freemover: sehr agil, quirlig, springbar, sogar für enge Manöver sehr gut geeignet. Extrem fehlerverzeihend. Dabei ist der Glider alles andere als langsam, man kann ihn mit Finne und Schlaufenposition sogar richtig gut auf Speed trimmen...
Also, keine einfache Entscheidung, eher eine Geschmacksfrage. Für das 8,5er ist wohl eher der Breeze S die erste Wahl, doch auch der Glider könnte es tragen. Für launiges Freemoven und problemlose Freestyle-Übungen bei Gleitwind mit dem 6,5er ist der Glider ein Traum, er lässt sich sogar problemlos aerialjiben und willyskippern;-) |
Unterschiede im Shape? |
Nein, vom Shape her sind Silver Line, White Line und Rennsport Edition absolut identisch. Die unterschiedlichen Technologien sind in erster Linie für die unterschiedlichen Gewichte und die Steifigkeit identischer Boardshapes verantwortlich und können so Angleitverhalten, subjektives Fahrgefühl und Stabilität beeinflussen. Vollkarbonboards sind steifer und fahren sich deutlich “knackiger”, direkter. |
Schlaufenposition |
Die Schlaufenposition richtet sich nach Deinen Segeltypen und Fahrvorlieben. Wenn Du keine Riesentücher fährst und einfache Manöver für Dich ebenso wichtig sind wie Speed, würde ich Dir eine neutrale Position empfehlen. Grundsätzlich gilt: Je weiter nach hinten und je weiter nach außen die Schlaufen montiert werden, desto schneller, sportlicher und slalomorientierter fährt sich das Brett. Die äußere Position dient übrigens dazu, die Hebelkräfte einer langen Finne auszugleichen. Darum haben Formula-Raceboards übrigens die Schlaufen auch ganz außen! Umgekehrt gilt bei innerer Position, dass die Fahreigenschaften dann eher als besonders frühgleitend, gutmütig und sehr einfach zu halsen beschrieben werden können. |
Erste Hilfe für das Board |
Kleine Blessuren lassen sich meist recht unproblematisch in Heimwerkerarbeit reparieren. Man reinige die kaputte Stelle und schleife sie mit nicht zu groben Schleifpapier aus. Mit Epoxidspachtel wird das Loch gefüllt. Nach dem Antrocknen sauber überschleifen, dann lackieren. Bei größeren Schäden muss man mit Gewebematten und Harz hantieren - oder besser den Profi ranlassen! |
Carbon und Kevlar |
Wichtige Werkstoffe für das Laminieren hochwertiger Sandwichboards sind Carbon und Kevlar. Kevlar ist sehr reißfest und macht die Außenhaut bei punktueller Belastung stabil. Carbon macht das Board schwingungssteifer und bietet damit eine höhere Lebensdauer und bessere Fahrleistungen. Da Kohlefasern eine höhere Zugfestigkeit aufweisen, als reguläres Glasgewebe kommt man mit weniger Gewebeanteil aus und spart somit Gewicht ein. Carbonfaser (Kohlenstoff- oder Graphitfaser) |
